Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung

an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg e.V.


Rosemarie Schetula

Rosemarie Schetula

Schetula:

Gerne formuliere ich eine eigene Einschätzung zu dem Weiterbildungsangebot der Akademie "Prozessberatung in Organisationen". Es ist mir wichtig, etwas von dem positiven Engagement, mit welchem mir die Dozenten begegneten, zurück und auch möglichst weiterzugeben. Hinzu kommt, dass ich eine sich um die Akademie etablierte und wachsende Netzwerkplattform fördern und mittragen will.

 

Wie zufrieden waren Sie mit der Weiterbildung?

Ich möchte hier eine Benotung vornehmen: 1 mit drei Sternen. Das soll ganz bewusst nach einem Superlativ klingen, es deckt sich eben mit meinen Erfahrungen. Die Sternchen stehen für die einzelnen Trainer, die bemerkenswert in der Gruppe und untereinander harmonierten. Trotzdem, vielleicht auch gerade deshalb, war konstruktive Kritik bewusst erwünscht und jederzeit möglich. Aus der Praxis stellt sich die Frage und somit die Aufgabe, wo und wie sich außerhalb des Schutzes der Hochschule ein solches Konzept realisieren lässt.

Was war typisch für die Akademie (z.B. im Unterschied zu anderen Weiterbildungen)?

Das Erkennungsmerkmal der Akademie ist ein klares Konzept, welches die Lücke zwischen Lehren und Handeln schließt. Ein theoretisches und praxisnahes Modell, das Veränderungsprozesse mit allen dazugehörenden Herausforderungen möglich erscheinen lässt. Besonders spannend fand ich die so genannte kollegiale Praxisberatung, die u. a. beinhaltet, Maßnahmen, die man in Zukunft durchführt, auch selbst durchlebt zu haben. Ein Anspruch der Akademie ist nicht nur methodisch top zu sein, sondern auch Raum zu geben für Werte wie Toleranz, Respekt vor der Meinung des Anderen und Wege aufzuzeigen wie Probleme sprich Aufgaben ganzheitlich gelöst werden können. Oder eben auch nicht, d.h. die echte Chance zur Kompatibilität von Anspruch und Wirklichkeit die unabdingbare Voraussetzung ist um Veränderungsprozesse tatsächlich real werden zu lassen.

Wie war für Sie die Art und Weise zu lernen, wie erlebten Sie die eingesetzten Methoden?

Beruflich und privat habe ich einen dicht gedrängten Terminkalender. Es war für mich jedes Mal eine zeitliche Herausforderung, möglichst gut vorbereitet und mit allen Sinnen während der Seminare präsent zu sein. Die eingesetzten Methoden waren mir großteils bekannt und vertraut. Bereits vorhandenes Wissen und Können konnte durch praktische Übungen vertieft werden sowie eine perspektivische Erweiterung erfahren.

Was hat die Weiterbildung genutzt / gebracht?

Durch die Weiterbildung hat mein berufliches Selbstverständnis eine Bestärkung erhalten. Mit dem erworbenem speziellem Know-how lassen sich bewusst gewollte Veränderungsprozesse formulieren, initiieren und realisieren sowie in wohlverstandener Form zielführend überprüfen. Insbesondere ist mir klar geworden, dass Veränderungsprozesse, um zu gelingen, von Anfang an rational real gewollt und emotional erwünscht sein sollten.

Schetula:

Gesellschaftspolitisch betrachtet bietet das Heidelberger Akademiekonzept eine tragfähige und zukunftsweisende Anleitung zur Realisierung von Veränderungsprozessen im Sinne einer Vernetzung von Ökonomie mit Humanität, d.h. für mich in der heutigen Zeit das alte Noblesse oblige entsprechend übersetzt, das Erkennen und Wissen zu einem Handeln verpflichtet und zwar aus einem möglichst ganzheitlichen Denkansatz heraus.